Ditzingen – Benedict Kober, Sprecher des Vorstands der EURONICS Deutschland eG, war zu Gast im OMR-Podcast. Der Podcast zählt zu den reichweitenstärksten Wirtschaftspodcasts in Deutschland.
Im Gespräch mit Philipp Westermeyer zeichnet Benedict Kober ein differenziertes Bild des deutschen Elektronikfachhandels und macht klar: Genossenschaften sind nach wie vor ein hochaktuelles Wettbewerbsmodell. Durch die Verbindung von lokaler Selbstständigkeit und der Stärke einer Gemeinschaft sind Genossenschaften im aktuellen Marktumfeld eine Unternehmensform, die sich durchsetzt. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind die unternehmerische Freiheit der Fachhändler im regionalen Wettbewerb, ausgeprägte Service- und Beratungskompetenz sowie eine konsequente Multichannel-Strategie.
Gleichzeitig benennt Benedict Kober die aktuellen Herausforderungen des Marktes. Konsumzurückhaltung, Fachkräftemangel und ein unfairer Wettbewerb setzen den Handel zunehmend unter Druck. Auch strukturelle Veränderungen im Markt erfordern Anpassungsfähigkeit und klare strategische Antworten. EURONICS begegnet dem mit einem stetigen Innovationswillen und der aktiven Weiterentwicklung von Vertriebswegen.
Das Fazit von Benedict Kober in der OMR-Folge lautet klar: EURONICS verbindet regionale Stärke mit Zukunftsfähigkeit durch ein hybrides Geschäftsmodell und kontinuierliche Anpassungsfähigkeit. Das genossenschaftliche Konzept bleibt ein relevanter Treiber im deutschen Elektronikfachhandel.
Die 6 wichtigsten Thesen von Benedict Kober im OMR-Podcast:
1. Genossenschaften sind ein Zukunftsmodell
Genossenschaften wie EURONICS kombinieren Größe, Einkaufsmacht und Marke mit lokalem Unternehmertum. Diese Struktur ermöglicht Nähe zum Kunden und schnelle Anpassung an regionale Bedürfnisse, was einen klaren Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern darstellt.
2. Persönliche Nähe, Beratung und Service sind der entscheidende Wettbewerbsvorteil
Die Kernkompetenz von EURONICS liegt in Beratung, Installation und weiteren After-Sales-Services vor allem im Premium- und Lifestyle-Bereich. Produkte werden dann gekauft, wenn ihr konkreter Nutzen verständlich wird. Der Fachhandel wird zum Übersetzer zwischen Technologie und Alltag und EURONICS damit zum Lebensvereinfacher für Konsumenten.
3. Online ist das Eintrittstor, stationär bleibt der Abschlussort
Die Customer Journey beginnt mit der Informationssuche überwiegend online. Der Einkauf findet jedoch weiterhin stationär statt. Das hybride Modell (EURONICS Marktplatz + Click & Collect + Beratung) ist somit der strategische Kern der Verbundgruppe.
4. Handelskonzepte mit Nahversorgungsfunktion gewinnen an Bedeutung
Die Zukunft des stationären Elektronikhandels liegt nicht mehr in großformatigen Flächenkonzepten, sondern zunehmend in passgenauen Retailflächen mit klarer Nahversorgungsfunktion. Dafür sind neue Konzepte, wie EURONICS Pick&Go, und Vertriebswege entscheidend, die Erreichbarkeit, Effizienz und Service sinnvoll miteinander kombinieren.
5. Wettbewerbsregulierung wird entscheidend
Asiatische Plattformen profitieren von Regulierungslücken, was den Wettbewerb verzerrt. EURONICS fordert mehr Chancengleichheit, sonst geraten europäische Händler strukturell ins Hintertreffen.
6. Konsumkrise ist psychologisch, nicht strukturell
Die hohe Sparquote in Deutschland zeigt: Nicht nur fehlende Kaufkraft bremst den Konsum, sondern auch fehlende Zukunftszuversicht. Das Budget zum Konsumieren ist vielerorts da, wird aber zurückgehalten. Eine positive Grundstimmung in Deutschland wäre der stärkste Wachstumshebel.
Die ganze Podcast-Folge gibt es hier.
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